Gebäudebeschreibung und -schätzung von 1909

 

Im Jahre 1909 wurde eine Schätzung des ganzen Anwesens in Auftrag gegeben. Diese umfasst auf über 30 handgeschriebenen Seiten eine genaue Beschreibung sämtlicher Gebäude und Einrichtungen und ergibt ein schönes Bild des damaligen Zustandes.

 

 

29.07.1909

 

 

 

Schätzung über das dem Brauereibesitzer Herrn Fritz Schmidt gehörende Anwesen im Kreuz Haus Nr. 18 und 20, Plan Nr. 1044, 1562 1/3 und 1562 1/7 in Bayreuth.

Dieses Anwesen besteht aus:

 

Unter Plan Nr. 1044

 

1. Dem Wohnhaus mit Schwankraum und Erkeraufbau2. Dem Eishaus und3. Der gemeinschaftlichen Reihe

 

Unter Plan Nr. 1562 1/3

 

4. Dem Sudhaus5. Dem Maschinenhaus mit Kühlraum6. Dem Dampfkesselgebäude mit Dampfkamin7. Dem überdeckten Kohlenraum8. Dem Malzdarrgebäude9. Dem Mälzereigebäude10. Dem Eiskeller11. Dem Eishaus12. Dem Eisgerüst13. Der Eisschupfe14. Dem Stallgebäude und angebauter Autohalle15. Der Remise und16. Dem Hofraum mit Einfahrt
Unter Plan 1562 1/717.    Der Garten

 

 

 

Unter Plan Nr. 1044

1. Das Wohnhaus mit Schwankraum und Erkeraufbau

 

 ist Paterre und ein Stock hoch, massiv erbaut und mit Schiefer, Erkeraufbau mit Zink eingedeckt. Dasselbe enthält:

 

a. Im Souterrain  

Dasselbe ist von der Straße aus durch einen gemauerten und mit hölzernem Falttürabschluß versehenen Treppeneingang mit 8 Granitstufen und 14 Betonstufen, sowie durch einen kleinen betonierten Vorplatz zugänglich. Dieses Souterrain ist mit Isoliermauern erbaut, enthält einen betonierten Vorplatz welcher vom Eingangstreppen-Vorplatz zugänglich ist, und einen betonierten Lagerkeller. Die Decken bestehen aus einem mit Backsteinen hergestellt Kappengewölbe mit Erdauffüllung; in den Räumen befindet sich Wasserleitung und Kanalisation und Druckreglermaschine mit Aufzugsleitung. Anschließend und zugänglich vom Lagerkeller befinden sich gegen Westen 2 große Lagerkeller; dieselben sind mit Granitschalen belegt, die Decke ist auf Schienen gewölbt, darüber ist Erdauffüllung angebracht. Diese 2 Lagerkeller enthalten Ventilationen, Wasserleitung, Kanalisation und Zugänge zu dem gegen Westen angebauten Eiskeller. Östlich anschließend an erstbenannten Lagerkeller befindet sich ein mit Granitschalen belegter, auf Schienen eingewölbter, mit Erde überfüllter Aufzugsraum mit Aufzugsvorrichtung, Wasserleitung, Kanalisation und Ausgang zur südlich vorbeiführenden Straße. Nördlich vom Aufzugsraum und von dem selben zugänglich befindet sich ein betonierter mit Holzbruck versehener und eingewölbter Eiskellerraum.

 

b. Im Paterre 

Dasselbe ist von der Straße aus und durch ein zweiflügliges starkes Brettertor und durch eine einfache Brettertür zugänglich. Es befindet sich in diesem Parterreraum ein betoniertes zum großen Teil mit Bohlen belegter und auf Schienen eingewölbter Schwankraum mit Wasserleitung und Kanalisation, Fässerschwankmaschine und Aufzugsvorrichtung, sowie ein eingebauter betonierter, nach oben offener Flaschenabzugsraum. An den Schwankraum westlich anstoßend und zugänglich befindet sich ein Abfüllraum mit Asphaltfußboden und darüber gelegtem Bohlenbelag. Dieser Abfüllraum ist auf Schienen eingewölbt, mit Dresseldecke versehen und enthält Abfüllmaschine, Filtriermaschine, Luftkessel, 3 Abfüllbecken, Ventilationskamin und Druckregler mit Luftzuleitung vom Maschinenhaus aus zum Abfüllraum. Über dem Abfüllraum befindet sich ein niederer gebretterter Raum (Zwischenstock) welch vom Hausplatz der Wohnung im ersten Stock durch einfache Holztreppe mit 10 Stufen zugänglich ist. Außerdem sind vom Schwankraum noch zugängig 2 Gärkeller, welche durch eine Zwischenwand abgeschlossen sind; dieselbe befinden sich über dem im Souterrain befindlichen Bierkeller. Der Fußboden der Gärkeller besteht aus Asphalt, die Decken sind auf Schienen eingewölbt und mit Erdauffüllung versehen. Die Keller enthalten Zugänge zu dem westlich angebauten Eiskeller, Luftzug- Wasser- und Bierleitung, sowie Kühlöffnungen und Luftkessel. Über den Gärkellern ist das Zwischenstock eingebaut, welches von dem Podest der Stockwerkstreppe, welche zu der Wohnung führt, zugängig ist, und enthält einen mit Terrazzofußboden versehen Abort mit Klosett und Spülvorrichtung, nebst Wasserleitung; von letzterem sind zugängig 2 große niedere Räume, welche mit Backsteinen geschalt sind. Das Zwischenstock ist auf Schienen eingewölbt. Außerdem enthält das Parterre noch einen von der Straße aus durch 3 Granitvorstufen zugängigem Hauseingang, einen mit Terrazzofußboden versehenem Hausplatz mit Stockwerkspodesttreppe mit 25 Granitstufen, welche zum Zwischenstock und zu den Wohnräumen im 1. Stock führt. Unter der Stockwerkstreppe befindet sich ein von Mauern eingeschlossener Raum, welcher als Kammer benützt wird.

 

c. Im ersten Stock 

Einen mit farbigen Tonplättchen belegtem Treppenvorplatz mit Glasabschluß und Gasleitung. Einen Hausplatz mit Terrazzofußboden, Gas- und Wasserleitung; von letzterem zugängig: Ein heizbares Wohnzimmer mit weichem Bretterfußboden und Gasbeleuchtung, 2 heizbare Schlafzimmer mit Ölfarbe gestrichenem Fußböden und zum teil mit Gasbeleuchtung und eine mit Terrazzofußboden versehen Küche mit Gas- und Kohleherd, Wasserleitung mit Gussvorrichtung, und Gasbeleuchtung. Anschließend an vorgenannten Hausplatz einen weiteren mit farbigen Tonplättchen belegten Hausplatz mit Zugang durch eine einfache Treppe zum Zwischenstock zum Parterre, eine Treppe mit 3 Weichholzstufen zum gebretterten erhöhten Vorplatz führen; von letzterem Vorplatz führt eine 12 stufige Weichholztreppe zum Bodenraum und ein Ausgang zu der über dem Aufzugsraum im Gärkeller befindlichen großen betonierten Veranda mit Wasserleitung und Gasbeleuchtung. Von diesem Vorplatz sind zugängig: 3 heizbare und ein unheizbares Wohnzimmer mit Ölfarbe gestrichenen Fußböden, ein unheizbares Zimmer mit Riemenfußboden, sowie ein mit Terrazzoboden versehener Baderaum mit Badeeinrichtung, Dampf- Wasser- und Gasleitung. Sämtliche Decken bestehen aus Rohrputz.

 

d. Im Bodenraum mit Erkeraufbau 

Einen gebretterten Vorplatz mit Bretterdecke, an diesen anschließend einen gebretterten Dachraum, wovon die Dachuntersicht die Decke bildet. Vom Vorplatz zugängig: 3 heizbare Zimmer mit einfachen Bretterfußböden und Rohrdecken, die Dachuntersicht derselben ist mit Rohrverputz versehen; außerdem ein großer gebretterter Bodenraum mit aus Bretterverschlägen abgeschlossener Kammer. Von diesem Bodenraum ist das Holzzementdach des angebauten Eishauses durch eine 5 stufige einfache Holztreppe zugängig. Das Gebäude ist mit einer Blitzableitung und 3 Auffangstangen versehen und befindet sich in einem gutem baulichen Zustand.

 

2. Das Eishaus

 

Dasselbe ist westlich an Ziffer 1 massiv angebaut, von der Straße aus 1 Stock hoch, mit Holzzement eingedeckt und enthält: 

  

Im Souterrain und Parterre bzw. 1. Stock einen durchgehenden hohlen Eisraum. Der Fußboden desselben besteht aus Beton mit darauf befindlichem Holzbelag, die Decke ist auf Schienen doppelt eingewölbt. Dieser Eisraum enthält 2 Ventilationsschächte und ist vom Souterrain und Parterre Ziffer 1 sowie von der Straße durch 2 mit Holzläden abgeschlossene Füllungsöffnungen zugänglich; der Bodenraum ist infolge der niederen Dachkonstruktion unbrauchbar. Das Doch ist vom Bodenraum Ziffer 1 durch eine 5 stufige Holztreppe aus zugängig und mit einem einfachen eisernen Brustgeländer versehen. Der bauliche Zustand ist gut.

   

3. Gemeinschaftliche Reihe

 

Dieselbe befindet sich an der Westseite des Eishauses Ziffer 2, erstreckt sich auf die ganze Breite des Eishauses und ist mit Haus Nummer 22 gemeinschaftliches Eigentum.

 

 

 

Unter Plan Nummer 1562 1/3

 

 

4. Das Sudhaus

 

Dasselbe ist massiv erbaut, Parterre und 2 Stock hoch, mit Holzzement eingedeckt und enthält:

 

a. Im Parterre

Einen vom Hofraum durch 3 Granitvorstufen zugängigen betonierten, auf Eisenträgern eingewölbten Sudkesselraum. In diesem Raum befinden sich 2 erhöht angebrachte Sudkessel mit Kesselhauben und Dunstrohren. Diese Sudkessel sitzen auf der gemauerten Heizanlage und sind durch einen aus Eisenkonstruktion hergestellten Podest mit eisernem Brustgeländer zugängig. Der Podest ist durch eine 7-stufige eiserne Treppe vom Betonboden des Sudraumes aus zugängig; eine eiserne Treppe mit 8 Stufen führt vom Podest zum an den Sudraum anstoßenden, durch Scheidemauer abgetrennten Schürraum und eine weitere 12 stufige Eisentreppe vermittelt den Zugang vom Podest zum im Zwischenstock befindlichen Bierkühlraum. Außerdem befindet sich in dem Sudraum noch ein Maisch und Läuterbottich mit Maisch- und Würzpfanne sowie Transmission, welche auf eisernen Säulen mit überlegten Trägern ruhen, ein Flaschen-Reinigungsapperat, 2 Zentrifugalpumpen, 1 Filtrier = Waschapperat mit Presse, 1 Hopfenseier, Kupferrohrleitung zu den Zentrifugalpumpen, 1 Austreberschnecke (Transporteur), Kalt- und Warmwasserleitung und ein mit Eisenblech abgedeckter Kanalisationsschacht. Anstoßend an die Nordseite des Sudraumes befindet sich der vom Hofraum aus durch ein 2-flügliches Bretterraum zugängige betonierte und auf Trägern eingewölbte Schürraum mit Transmission, Eiswasserkasten und Kalt- und Warmwasserleitung. Anstoßend an den Schürraum und von dem selben zugängig eine betonierte auf Trägern eingewölbte Büttnerwerkstätte.

 

Im Zwischenstock

Dasselbe ist vom Sud- und Schürraum zugängig, enthält einen betonierten, mit Stukkatur und Hourdisdecke versehenen Vorplatz; eine Weichholztreppe mit 17 Stufen führt zum ersten Stock. Im Vorplatz befindet sich ein Malzventilator. Transmission, Wasser und Dampfleitung, Bierleitung und Vorgelege zum Mälzereiantrieb. Anschließend an den Vorplatz und zugängig von demselben sowie vom Sudraum befindet sich ein betonierter, auf Schienen eingewölbter Kühlraum; derselbe enthält einen Bierkühlapperat, Transmission eine Bierfilterpresse und Luftpumpe.

 

b. Im 1. Stock

Einen gebretterten Vorplatz mit Treppe (15 Weichholzstufen) zum 2. Stock führend, und Stukkaturdecke; in demselben befindet sich Transmission und Dunstrohr vom Sudraum. Zugängig vom Hausplatz und durch eine Scheidewand abgeschlossen eine heizbare Brauburschenstube, dieselbe ist betoniert auf Schienen gewölbt und enthält Dampf-, Kalt- und Warmwasserleitung, sowie ein durch Bretterverschlag abgeschlossenes Vorgelege; vom letzteren Raum ist zugängig ein gebretterter Schlafraum mit Stukkaturdecke. Vom Vorplatz ist außerdem noch zugängig ein gebretterter Malzschrotraum, dessen Decke von der Untersicht des Gebälkes und des darüber befindlichen Fußbodens gebildet wird. Dieser Raum enthält Malzschrotmühle, Malzpoliermaschine, Elevator, Transmission und Türöffnung zum Malzaufzug; ferner einen gebretterten Ventilatorenraum mit Ventilatoren (die Decke hiervon wird von dem darüber liegenden Gebälk mit Fußboden gebildet) außerdem noch ein heizbares gebrettertes mit Stukkaturdecke versehenes Zimmer;

 

c. Im 2. Stock bzw. Bodenraum

Einen großen gebretterten Raum mit Holzzementdach, welche zugleich die Decke bildet. In diesem Raum befindet sich eine einfache Holzstiege auf das Zementdach führend, 3 eiserne Wasserreservoir mit Kalt- und Warmwasserleitung, Malzschrotmühle mit Messapperat, Transmission und Elevator, pneumatische Malztransportvorrichtung mit Gebläse und ein Ausgang zum, an der Westseite angebrachtem eisernen Malzaufzug, sowie ein durch Bretterwände abgeschlossenes Drahtseilgetriebe mit Dunstrohr.

Dieses Gebäude befindet sich einem guten baulichen Zustande.

 

5. Maschinenhaus mit Kühlraum

 

Dasselbe ist an Ziffer 4 massiv angebaut, 2 Stock hoch mit Holzzement eingedeckt und enthält:

a. Im Parterre

Einen Zugang vom Schürraum, eine eingebaute abgeschlossene Granitwendeltreppe mit 21 Granitstufen welche zum Zwischenstock in Ziffer 1 führt. Unter der Wendeltreppe und zugängig vom Maschinenraum einen kleinen betonierten Raum, welcher zur Aufbewahrung von Werkzeugen dient. Außerdem einen Maschinenraum mit farbigen Tonplättchen belegt und zum kleinen Teil betoniert sowie auf Schienen eingewölbt; derselbe enthält eine Dampfmaschine zu 25 Pferdekräften, Dampfrohrleitung und Getriebe, Transmission, eine Kesselspeispumpe und Kanalisationsschacht mit eisernem Schieber abgedeckt;

b Im 1. Stock

Eine schmale Granittreppe mit 7 Stufen, welche vom Zwischenstock Ziffer 4 zum Kühlschiffraum führt. Der Kühlschiffraum ist betoniert (die Untersicht des Holzzementdaches bildet die Decke) und enthält ein großes eisernes Kühlschiff mit 2 Windflügeln, sowie Bierab- und zuleitungen. Ein hölzerner Aufbau auf dem Dach ist mit Zinkblech eingedeckt und vermittelt die Dunstableitung vom Kühlschiff.

Der Bauzustand ist gut.

 

6. Das Dampfkesselgebäude mit Dampfkamin

 

Dasselbe ist an Ziffer 4 und 5 massiv angebaut mit Holzzement eingedeckt, vom Schürraum aus zugängig und enthält:

Einen teils betonierten teils mit Backsteinen belegten Kesselraum; derselbe ist 1 Stock hoch (die Untersicht des Holzzementdaches bildet die Decke) und enthält:

Einen Dampfkessel (Zweiflammenrohrkessel) zu 50 qm Heizfläche mit Dampf- und Wasserleitung, eine Feldschmiede; rückwärts gegen Norden befindet sich ein mit einem Bretterpodium erhöhter Raum, unter welchem sich der gemauerter, 65m tiefe Brunnen mit Maschinenbetrieb befindet. In der südwestlichen Ecke befindet sich der 30 m hohe gemauerte Dampfkamin.

Der bauliche Zustand ist gut.

 

7. Der überdeckt Kohlenraum (Kohlenremise)

 

Dieser Kohlenraum befindet sich zwischen dem Dampfkesselgebäude (Ziffer 6) und dem Mälzereigebäude, bzw. Malzdarrgebäude, ist an der Nordseite mit einer Grenzmauer abgeschlossen, durchgehend mit Kalkbruchsteinen gepflastert, mit Wellblech und Oberlichtfenstern überdacht. Derselbe ist vom Hofraum aus zugängig und die Bedachung ist einem guten Zustande.

 

 8. Das Malzdarrgebäude mit Wohnung, Treppenhaus und Abortanbau

 

Dieses Gebäude ist Parterre und 3 Stock hoch, massiv erbaut, mit Dachpappe eingedeckt und enthält:

 

a. Im Souterrain

Dasselbe ist 2 Etagen tief und zum Teil durch eingebaute Lichteinfallschächte erhellt und ist durch massive Treppen zugängig. In der untersten Etage befindet sich:

Ein betonierter mit Hourdisdecke versehener Treppenvorplatz mit Betonpodesttreppe aus 10 Betonstufen, eisernem Brustgeländer; der Vorplatz hat Gasbeleuchtung; die Treppe führt zum Parterre bzw. zum Vorplatz am Hauseingang; vom Vorplatz zugängig:

Ein betonierter, auf Schienen eingewölbter Baderaum, ein desgleichen Waschraum mit 2 Waschkesseln, Kalt- und Warmwasserleitung und ein betonierter und auf Schienen eingewölbter größerer Vorplatz mit eingebautem (wie in der unteren Etage beschrieben) doppelten Malzaufzug und einem von Holz hergestellten Gerstenrumpf. Vom Vorplatz zugängig und mit einer eisernen Tür angeschlossen ein betonierter und auf Schienen gewölbter Kohlenraum und ein Feuerungsraum zu der darüber befindlichen Malzdarre;

 

b. Im Parterre

Einen Hauseingang mit 3 Betonvorstufen und einen kleinen betonierten Vorplatz mit Zugang zum Souterrain; 6 Betonstufen führen zum Hochparterre.

Im Hochparterre befindet sich ein betonierter Treppenvorplatz mir Hourdisdecke und mit 16 stufiger Betonpodesttreppe mit eisernem Geländer zum 1 Stock führend. Vom Treppenvorplatz ist zugängig:

Ein betonierter und mit Hourdisdecke versehener Abort, ein kleiner betonierter Vorplatz mit Wasserleitung und Gussvorrichtung, welcher den Zugang zum Kontor vermittelt, ein Geschäftskontor mit Kontrollthermometer, ein Privatkontor (beide Kontore sind zum teil heizbar und mit Bretterfußboden, Stukkaturdecke und Gasbeleuchtung versehen) außerdem ist zugängig ein großer betonierter Vorplatz, wovon des darüber liegende Gebälk mit dem darüber befindlichen Bretterfußboden die Decke bildet. In letzterem Vorplatz befindet sich der eingebaute im Souterrain beschriebene Doppelmalzaufzug sowie ein Vorgelege zum Gerstenelevator, ein Fuß- und Malzelevator, Wasser- und Gasleitung. Vom Vorplatz ist zugängig ein mit eiserner Türe abgeschlossene und Backsteinen geschalte Luftmischkammer mit Hourdisdecke;

 

c. Im 1. Stock

Einen betonierten mit Hourdisdecke versehener Treppenvorplatz, mit 16 stufiger Betonpodesttreppe mit eisernem Geländer und Gasbeleuchtung. Von demselben ist der angebaute betonierte Abort zugängig; sowie eine Wohnung mit gestrichenem Bretterfußböden und Stukkaturdecken; dieselbe besteht aus einem kleinen Vorplatz mit Wasserleitung und Gussvorrichtung, einer Küche mit Gaskochherd und einen heizbaren Zimmer mit Gasbeleuchtung. Vom Malzboden ist durch einen Abschluss zugängig ein großer gebretterter Vorplatz mit eingebautem doppelten Malzaufzug und Malzrumpfraum mit Elevator. Die Decke des Vorplatzes mit Malzrumpfraum wird von dem darüberliegendem Gebälk und Fußboden gebildet. Von letzterem Raum führt eine niedere eiserne Doppeltür durch 2 Stufen zur tiefer gelegenen Sau mit Betonfußboden. Die Decke hiervon wird mit Drahthordengeflecht gebildet; in diesem Raum befinden sich die von Eisenblech hergestellten Heizröhren und Luftzuführungsschächten;

 

d. Im 2. Stock

Einen Vorplatz wie im 1. Stock mit 16-stufiger Betonpodesttreppe mit eisernem Geländer. Von diesem Vorplatz ist zugängig ein Abort, betoniert und mit Hourdisdecke und eine Wohnung bestehend aus einem Vorplatz einem kleinem Schlafzimmer und einem unheizbaren besseren Zimmer. Vorplatz und Zimmer haben mit Ölfarbe gestrichene Fußböden und Stukkaturdecken. Von Gerstenboden im Mälzereiboden zugängig:

Ein gebretterter Vorplatz mit eingebautem doppelten Malzaufzug wie unten, die Decke wird von darüber befindlichen Gebälk mit Fußboden gebildet. In diesem Vorplatz befindet sich:

Ein Vorgelege mit Malz- und Gerstenreinigungsmaschine mit Schächten, ein Antrieb zum Malzwender und ein Registrierthermometer, eine zweistufige Stiege führt zu der mit zwei eisernen Türen abgeschlossenen Malzdarre (untere Horde) mit 2 eisernen Wendern; der Fußboden und die Decke werden von Drahthordengeflecht gebildet. In diesem Stockwerk befinden sich Gasleitung.

 

e. Im 3. Stock, bzw. Bodenraum

Einen betonierten Treppenausgangsvorplatz mit Stukkaturdecke (die Decke wird von der Dachuntersicht gebildet). Vom Vorplatz ist zugängig ein Abort und ein gebretterter Malz- und Gerstenputzraum, wovon ebenfalls die Dachuntersicht die Decke bildet. Dieser Putzraum ist außerdem vom anstoßenden Schwelgboden durch eine eiserne Doppeltür zugängig und enthält einen eingebauten doppelten Malzaufzug mit Getriebe bzw. Vorgelege einen Vorraum zur oberen Horde. In dem Putz- und Vorraum befindet sich eine Gersten- und eine Malzreinigungsmaschine, Vorgelege zum Hauptantrieb, Gerstenelevator, 2 Staubkammern, Antrieb zum Wender, Gerstentransporteur und ein Kranich zum Malzaufzug. Der Malzaufzug an der Südseite des Gebäude ist aus Eisen konstruiert und enthält Podest und Aufzugsvorrichtung. In dem Putzraum befindet sich noch ein über das Dach ragender aus Holz hergestellter mit Zinkblech verkleideter und mit Dachpappe eingedeckter Aufbau zum Elevatorgetriebe; zu diesem Aufbau führt eine einfache Holzstiege. Vom Vorraum der Malzdarre führt eiserne zweifache Tür zur oberen Horde (Darre) mit 2 Wendern. Die Decke der Horde mit Eisenverbindung ist kuppelartig eingewölbt und mit einen 10 m hohen gemauerten Kamin mit drehbarer Rauchhaube versehen. In diesem Kamin befindet sich der von Eisenblech hergestellte Dunst- bzw. Rauchschlot, welcher von dem in der Hauptumfassungsmauer eingebauten Dunstkamin den Dunst und die Luft von der Dunstkammer im Parterre und von den beiden Horden aufnimmt.

Erwähnt sei noch, dass die obere Darre bzw. Horde auch vom Schwelgboden im Mälzereigebäude durch eiserne Doppeltüre zugängig und der Bodenraum 3. Stock mit Gasleitung versehen ist.

Der Bauzustand dieses Gebäudes ist gut.

 

 

 

9. Das Mälzereigebäude

 

Dasselbe ist westlich an Ziffer 8 massiv angebaut, Parterre und 3 Stock hoch mit Dachpappe eingedeckt und enthält:

 

a. Im Souterrain

Das Souterrain ist 2 Etagen tief, welchem von dem im Hofraum an das Gebäude angebauten und mit Eisengittern abgedeckten längs des Gebäudes sich hinziehenden Lichtschacht Licht und Luft zugeführt wird.

In der unteren Etage, welche Treppenvorplatz Ziffer 8 Zugängig ist befindet sich eine mit Solnhofer Platten belegter mit Hourdisdecke versehener Malztenne. Die Decke ruht auf 2 eisernen mit 6 eisernen Säulen unterstützten Durchzügen. In dem Malztennenraum befinden sich 2 Zugänge zu den Malzaufzügen und ein Zugang zu dem größeren Vorplatz in Ziffer 8; außerdem 4 Ventilationsschächte, Wasser- und Gasleitung und Kanalisierung. Eine Tür führt zur Sohle des westlich angebauten Eiskellers. In der oberen Etage befindet sich der gleiche Raum wie unten und ist in gleicher Weise zugängig.

In sämtlichen Stockwerken (Parterre und 2 Stock) ruhen die Decken auf eisernen Durchzügen mit eiserner Säulenunterstützung.

 

b. Im Parterre

Dasselbe ist von dem Treppenvorplatz Ziffer 8 zugängig, enthält einen mit Solnhofer Platten belegten Malztennenraum und befindet sich in dem selben:

Zwei Gerstenweichen mit Zu- und Abgussleitung, ein Saugapperat mit pneumatischer Malztransporteuren, Gas- und Wasserleitung, und 2 Zugängen zu den Malzaufzügen, außerdem Zugang zu dem Eisraum des westlich angebauten Eiskellers. Die Decke besteht aus Hourdis.

 

c. Im 1. Stock

Vom Treppenvorplatz Ziffer 8 zugängig einen betonierten Malzbodenraum; derselbe ist mit auf Eisendurchzügen ruhenden Gebälk und mit Stukkaturdecke versehen. In diesem Raum befindet sich am Fußboden ein Saugapperateinfall, zwei Zugänge zu den Malzaufzügen bzw. Fahrstühlen und ein Weichkastenraum mit Bretterpodest, zu welchem eine dreistufige Weichholztreppe führt und zwei eisernen Trichterweichen je 60 Zentner Gerste fassen und Wasserleitung.

 

d. Im 2. Stock

Einem gebretterten Gerstenbodenraum mit 2 von Holz hergestellten Abteilungen, Transporteur und Zugang zu den Fahrstühlen. Der Gerstenbodenraum ist ebenfalls vom Treppenvorplatz Ziffer 8 zugängig und mit Gebälkdecke versehen.

 

e. Im 3. Stock bzw. Bodenraum

Derselbe ist vom Treppenvorplatz Ziffer 8 zugängig, ist gebrettert und enthält einen Schwelgbodenraum, wovon die Untersicht des Daches die Decke bildet. In dem Schwelgbodenraum befindet sich der aus Holz konstruierte Dachstuhl, ein Gerstentransporteur, vier Luftzugklappen und Zugängen zu den Aufzügen und zu der oberen Horde in Ziffer 8.

Sämtliche Zugänge der Räume im Mälzereigebäude sind mit eisernen Türen versehen. Der Bauzustand ist gut.

 

10. Der Eiskeller

 

Derselbe ist westlich an das Mälzereigebäude Ziffer 9 angebaut, ist massiv mit Isolierungswänden aufgeführt und mit Holzzement eingedeckt. Derselbe enthält einen einzigen hohen Raum, welcher betoniert und mit Holzbruck überlegt ist. Die Decke hiervon ist mit doppelter Einwölbung und Isolierungsschicht versehen. Das Dach ist aus Holz konstruiert, mit Holzzement abgedeckt und befindet sich über demselben ein Holzgerüst mit Wasserleitung, welches zur Eisgewinnung benutzt wird. Der Hohlraum dieses Eiskellers ist mit Brause und Wasserleitung versehen, ist durch mit Holzböden abgeschlossenen Füllungsöffnungen sowie durch Ziffer 9 zugänglich und enthält Kanalisation. Der Bauzustand ist gut.

 

11. Das westlich an Ziffer 10 angebaute Eishaus

Dieses Eishaus ist massiv erbaut, mit Dachpappe eingedeckt und durch eine Füllungsöffnung zugänglich. Die Wände hiervon sind massiv mit ? Holzwänden, welche letztere mit Brettern verschlagen und mit Torfmull aufgefüllt sind. Zwischen den gemaueten Wänden und den Holzwänden befindet sich ein hohler Raum, welcher als Isolierung dient. Der Eisfüllungsraum ist betoniert, mit Holzbruck, Kanalisation und Wasserleitung versehen und mit einer Holzdecke, Isolierschicht und gebretterten Gebälk nach oben abgeschlossen.

Der Bodenraum hiervon ist gebrettert, durch eine Leiter vom Hofraum aus zugängig und wird zur Zeit als Aufbewahrungsraum benutzt.

Der bauliche Zustand ist gut.

 

12. Das Eisgerüst

Das Eisgerüst befindet sich ebenfalls im Hofraum, westlich von Ziffer 11, steht von Gebäuden isoliert und besteht aus einem mit Brettern überlegten Holzgerüst und einem darauf stehenden zweiten Holzgerüst mit Stangenüberlagerung und Wasserleitung und Brause zur Eisgewinnung.

Während der wärmeren Jahreszeit ist das untere Holzgerüst provisorisch mit Stroh umkleidet und dient zur notdürftigen Aufbewahrung von Eis.

 

13. Die Eisschupfe

Dieselbe steht ebenfalls isoliert von Ziffer 12, ist vom Hofraum durch eine mit Sägespänen ausgefüllten doppelten Tür zugängig, ist von Holz erbaut, die Wände sind mit Brettern doppelt verkleidet und mit Sägespänen ausgefüllt und der Fußboden derselben besteht aus Holzbelag. Die Eisschupfe enthält einen hohen Raum zur notdürftigen Aufbewahrung von Eis.

Das Dach (Halbdach) ist mit Dachpappe eingedeckt. Das Gebäude ist reparaturbedürftig.

 

14. Das Stallgebäude

Das Stallgebäude befindet sich südlich im Hofraum, ist massiv erbaut, Paterre und ein Stock hoch, mit Ziegeln einfach (mit Dachpappenunterlage) eingedeckt und enthält:


 

a. zu ebener Erde:

Von der Ostseite zugängig:

einen mit Kalkbruchsteinen gepflasterten Vorplatz mit Zugang zur Büttnerwerkstätte, eine betonierte Büttnerwerkstätte, außerdem einen mit Kalkbruchsteinen gepflasterten Stiegenvorplatz mit 13 einfachen Weichholzstufen zum 1.Stock führend und Wasserleitung, sowie Zugang zur Pferdestallung, ein desgleichen geplasterte Pferdestallung mit 7 Pferdeständen; die Pferdestände sind mit Holzbruck versehen, desgleichen gepflasterten Gang mit Ausgang zum Hofraum an der Nordseite, Wasserleitung mit Kanalisation. Die Pferdestände haben eiserne Standsäulen auf welchen ein eiserner Durchzug mit der darüber auf Schienen eingewölbten Decke ruht. Außerdem und zugängig von der Pferdestallung eine durch eine 1,5 Meter hohe Bretterwand getrennte gehaltene Rindviehstallung; dieselbe ist mit Holz gebruckt und ebenfalls auf Schienen eingewölbt (bildet die Verlängerung der Pferdestallung).

Von der Nordseite zugängig:

einen mit Bretterfußboden versehenen und eingewölbten Abort für Arbeiter, durch zwei Schubtore zugängig mit Kalkbruchsteinen gepflasterten Wagenremiseraum, einen mit Brettern belegten Raum, welcher zur Aufbewahrung der Wagenfahrt dient. Durch eine Bretterdoppeltür zugängig einen betonierten Raum - derselbe dient zur Aufbewahrung verschiedener Geräte - und einen mir Urboden vesehenen Vorplatz mit Zugang zur Stallung und zu dem betonierten Raum; der Vorplatz ist gegen den Hofraum offen und enthält eine Weichholzstiege mit 13 Stufen, welche den Zugang zu dem Heu- und Strohboden im 1. Stock vermittelt. Sämtliche von der Nordseite zugängigen Räume haben die Untersicht des darüber liegenden Gebälk mit Fußboden als Deckenabschluss.


 

b. im I.Stock

Von der Stiege im ostlichen Vorplatz zugängig:

einen gebretterten Vorplatz, einen betonierten Schlafraum und einen betonierten mit Haberdurchlass versehenen Haberbodenraum. Diese Räume sind vom Stroh- und Heubodenraum durch eine Bretterwand abgeschlossen.

Von der Stiege im nordwestlichen Vorplatz zugängig:

einne gebretterten großen Bodenraum, welcher zur Aufbewahrung von Stroh und Heu dient. Die grmauerten Wände dieses Raumes sind mit Bretter verkleidet. Dieser Raum enthälz außerdem die Stallluftabführungskamine und eine 13 stufige Bodenstiege. Die Decke desselben wird von der Untersicht des Dachgebälkes mit dem darüber liegenden Bretterfußboden gebildet.


 

Im Bodenraum

derselbe ist durchgängig gebrettert und dient zur Aufbewahrung von Stroh; das Dachgebälk ist nur zum Teil mit Brettern überlegt und vom Heubodenraum durch eine Leiter zugängig. An der Nordseite des Gebäudes ist ein von Holz konstruierte Schutzdach mit Schieferabdeckung angebracht.

Der Bauzustand ist gut.

 

15. Die Remise

Die Remise ist von Ziffer 14 westlich angebaut; von Rundholz erbaut; gegen Süden und Westen ist die Umfassung ½ Stein stark mit Backsteinen aufgemauert; an der Nordseite ist dieselbe offen; der Fußboden besteht aus Urboden und ist dieselbe mit Ziegeln auf Dachpappenunterlage einfach eingedeckt.

Der bauliche Zustand ist gering.

 

16. Der Hofraum mit Einfahrt

Der Hofraum erstreckt sich von Osten nach Westen und ist begrenzt: im Osten von einem zweiflügeligen Lattentor (Einfahrt), im Süden zum Teil von einem Lattenzaun, zum Teil von einem Stakketenzaun, von Ziffer 13 und 15, im Westen von einem Stakettenzaun, zu Haus-Nr. 32 im Kreuz geführt; und von dem Garten unter Plan-Nr. 1562 1/7 durch Stakketenzaun; im Norden von der Grenzmauer zu Haus-Nr. 23 in der Kulmbacherstraße und von Ziffer 10, 13, 7 und 5. Derselbe ist zum kleinen Teil gepflastert, mit gepflasterten Wasserrinnen versehen und enthält: an der östlichen Seite des Stallgebäudes Ziffer 14 einen überdachten geplasterten Raum mit Vordach auf Holzsäulen; derselbe ist mit Schwarzblech eingedeckt; westlich am Mälzerei- und Malzdarrgeböudes Ziffer 8 und Ziffer 7 ist der Hofraum durch eine Laderampe überdeckt - diese Laderampe besteht aus einem auf Backsteinpfeilern ruhenden Gebälk mit Bohlenbruck, welche von Ziffer 7 und vom Hofraum durch eine zweistufige Holztreppe zugängig ist und auf einer Überdachung auf eisernen Säulen ruhend. Das Dach (Halbdach) ist in Eisenkonstruktion hergestellt und mit Wellblech eingedeckt. Längs des Mälzereigebäudes befindet sich auf einer Tiefe von 2 Etagen im Souterrain ein mit Zementmörtel gemauerter, betonierter und oben mit Eisengitter belegter Lichteinfallschacht. Südlich und westlich am Dampfkesselgebäude (an Dampfkammer angebaut) ist der gepflasterte Hofraum mit einem auf Eisenkonstruktion ruhenden Wellblechdach überdeckt; unter demselben befindet sich ein Pechkochkessel und eine Kanalisierung, welch sich von Westen nach Osten erstreckt und in den städtischen Kanal einmündet. In dieser Kanalisation sind alle Nebenkanäle von Ziffer 4 bis 11 durch drei gemauerte und abgedeckte Wassersammelschächte eingeleitet; außerdem führen Wassereinfallschächte den Nebenkanälen sowie dem Hauptkanal das ?wasser zu. Von Ziffer 1 und 2 führen Nebenkanäle direkt das Wasser in den städtischen Kanal. Von den Gebäuden Ziffer 4 bis 11 sind Traversen aus Muschelkalksteinen gepflastert.

Unter Plan-Nr. 1562 1/7

 

17. Der Garten

Der Garten befindet sich westlich und nördlich von Ziffer 16, ist von demselben zugängig und mit Stakketenzaun, gegen Westen vom Nachbareigentum Haus-Nr. 32 durch einen Stakketenzaun und im Norden mit einer Gartenmauer zu Haus-Nr. 23 in der Kulmbacherstraße gehörig abgeschlossen. Der Garten enthält ein von Holz erbautes mit Schwarzblech eingedecktes Gartenhaus und Wasserleitung.

 

Die Grundflächen des Gesamtanwesens nach dem renovierten Grundsteuerkatasters betragen nach den einzelnen Flur-Nummer wie folgt:

  • nach Steuerkataster vom 5. März 1907 Seite 1178 1/4:     Plan-Nr. 1562 1/7 = 0,048 ha = 14 Dezimalen

  • nach Steuerkataster vom 5. März 1907 Seite 1178 1/5:     Plan-Nr. 1562 1/3 = 0,324 ha = 95 Dezimalen

  • nach Steuerkataster vom 8. Juni 1908 Seite 1178 1/6:       Plan-Nr. 1044 = 0,038 ha = 11 Dezimalen

Summe = 0410 ha = 120 Dezimalen

Mithin beträgt die Grundfläche des gesamten Anwesens unter Ziffer 1-17 = 0410 Hektar oder 1 Tagwerk und 20 Dezimale.

Der Gesamtwert der Gebäudlichkeiten und der Grundflächen unter Plan-Nr. 1562 1/7, 1562 1/3 und 1044 beträgt mit Berücksichtigung der Steuern, Lasten und Abgaben, sowie der Rentabilität, des Geschäftsbetriebes und der Lage zur Zeit 185.000 Mark.

Der Gesamtwert der Maschinen und maschinellen Einrichtungen beträgt nach Inventurprotokoll 1907 und allen Abschreibungen incl. 1908 und 1909 58.000 Mark.

Mithin beziffert sich der Gesamtwert des ganzen Anwesens mit Grundflächen, Gebäudlichkeiten wie unter Ziffer 1-17 beschrieben, sowie mit Maschinen und maschinellen Einrichtungen auf 243.000 Mark in Worten zweihundertdreiundvierzigtausend Mark.

 

Bayreuth, den 8. Juni 1909

Die verpflichteten Schätzleute, welche zugleich erklären, dass sie Kenntnis haben von der Ministerialentschließung vom 13. Mai 1905.

Ernst Schmidt, Maurermeister

Joh. Strunz, Zimmermeister

 

 

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